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Im Westen nichts Neues

Ein fächerübergreifender Projekttag zum Ersten Weltkrieg mit Filmvorführung, Vorträgen und Diskussion Das Attentat vom 28. Juni 1914 im bosnischen Sarajevo auf den österreichisch- ungarischen Thronfolger, Erzherzog Franz Ferdinand, und dessen Frau gilt als Zündfunke für den Ersten Weltkrieg, in welchem zehn Millionen Soldaten fielen und acht Millionen Zivilisten starben. Der Erste Weltkrieg war der erste industrielle Krieg, in welchem sich jede Seite technisch hoch aufrüstete unter anderem mit Giftgas, U-Booten und Panzern. Erstmalig kamen in einem Krieg Maschinengewehre zum Einsatz.

Die Schüler der Klassen 9 bis 11 beschäftigten sich während ihres Projekttages mit dem Ersten Weltkrieg, wobei sie zuerst Auszüge aus dem weltbekannten Roman von Arnold Zweig „Erziehung vor Verdun“ im Deutschunterricht lasen und sich anschließend im Rahmen des Geschichtsunterrichts den Film „Im Westen nichts Neues“ anschauten. Im Anschluss daran berichtete Udo Steinke vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in MV über die Arbeit, Ziele und den Bildungsauftrag des Volksbundes. Ziel ist es, das Gedenken an die Opfer der Kriege wachzuhalten und die Mahnung zum Frieden. Zudem erzählte der Historiker und Buchautor Dr. Bernhard Schmidtbauer den Schülern vom Schicksal seines Großonkels Bernhard Apelt, der sich als 18-Jähriger 1914 freiwillig für den Kriegsdienst gemeldet hatte – so wie Hunderttausende andere junge Menschen auch. Sie konnten sich nichts Schöneres vorstellen, als patriotisch und heroisch in den Kampf für Kaiser und Vaterland zu ziehen. Aus heutiger Sicht unvorstellbar. Im April 1918 starb Bernhard Apelt, von einer Granate tödlich verwundet, an der Westfront. Er liegt auf dem Soldatenfriedhof in Nordfrankreich in Morisel an der Somme.

Die Schüler interessierten sich sehr dafür, warum Bernhard Apelt unbedingt freiwillig in den Krieg wollte, ob sich seine Ansichten über den Krieg irgendwann geändert haben und wie Bernhard Schmidtbauer als sein Nachfahre ihn und sein Schicksal heute sieht. In dessen alter Soldatenkiste fanden sich 150 Briefe von der Front, über 150 Fotos, sein Orden das Eiserne Kreuz, einige Bücher und auch Zeugnisse. Das alles hat Bernhard Schmidtbauer mit in die Schule nach Prerow gebracht. Aus einigen der Briefe las er während seines Vortrags. Die Briefe erzählen mehr als nur ein Stück Familiengeschichte. Sie sind ein aufrüttelndes Zeugnis einer Generation, die für Kaiser und Vaterland freudig in den Krieg zog und das blanke Grauen erlebte. Der Historiker Bernhard Schmidtbauer hat die Briefe zum Buch „Als ob die Welt an allen Ecken brannte“, das im Eulenspiegel-Verlang erschienen ist, zusammengestellt und mit zeitgeschichtlichen Fakten kommentiert. Im Oktober wird das Projekt fortgesetzt.

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